Auf ein Wort

Basics

Nein, ich hab mich nicht verschrieben. Was wir heute neudeutsch als basics bezeichnen, ist mir in diesem Sommer bei einer Kinderfreizeit auf Ameland wieder bewusst geworden. Wir haben dort mit etwa 50 Kindern und unserem Betreuerteam zwei Wochen auf der holländischen Nordseeinsel verbracht. Dort schliefen wir in einfachen Doppelstockbetten in schlichten Schlafsälen, die früher mal Hühnerställe waren. Die Kinder und Jugendlichen zwischen 8 und 14 Jahren hatten keine Smartphones dabei. Sie mussten direkt miteinander kommunizieren und hatten viel Zeit, zu spielen, reden, streiten und lachen. Wir haben den Tag immer gemeinsam begonnen mit einer Morgenrunde mit einem Lied, einem Bewegungsspiel und einem Gebet. Alle waren begeistert dabei bei Spielaktionen, Rallyes, Sport, Bastelaktionen, Spielshows, Strand, Schwimmen, Kutterfahrt, Nachtwanderung, Lagerfeuer u.v.m. Wir haben viel zusammen gesungen – besonders bei der Abendrunde, wenn wir auf den Tag zurück geblickt haben. Die Kinder haben erzählt, was sie besonders bewegt und begeistert hat oder wo es Probleme gab. Das haben wir alles im Abendgebet Gott anvertraut. Die Kinder haben diese Gemeinschaft genossen, Beziehungen untereinander geknüpft und die Leiter waren mit viel Engagement und Begeisterung für die Kinder und Jugendlichen da. Sie freuen sich alle schon wieder auf nächstes Jahr, wenn es wieder nach Ameland geht. Wir haben in diesen zwei Wochen einfach gelebt, auf viele Annehmlichkeiten und Konsum verzichtet, die ansonsten selbstverständlich erscheinen. So hatten wir mehr Zeit und Energie für die wesentlichen Dinge, die wir zum Leben brauchen. Wir waren dankbar für das, was wir erleben und genießen durften und haben uns dies auch bewusst gemacht. Zwischendurch tut es gut, sich auf die basics zu besinnen - auf das, woraus wir wirklich leben.

Thomas Schenk, Gemeindereferent