Samstag, 19.05.2012

Patrozinium 2009

Am Sonntag Gaudete - 13.12.2009 - beging die Pfarrgemeinde St. Maria Immaculata Mellendorf das 50ste Patrozinium. Genau vor 50 Jahren, am 13. Dezember 1959, wurde die Kirche von Bischof Heinrich Maria Jannsen geweiht. In diesem Jahr gelang es der Kirchengemeinde, mit Hilfe von Spenden und einem Darlehen den Außen- und den Innenanstrich der Kirche zu erneuern, so dass sie pünktlich zum Jubiläum wieder in makellosem Weiß erstrahlt.

 

Der Festgottesdienst wurde von Pfarrer Stefan Hesse, Pfarrer i.R. Hans Achim Scior und Propst Martin Tenge inmitten einer großen Gruppe von Ministrantinnen und Ministranten zelebriert. Hans Achim Scior wirkte in der Zeit von 1963 bis 1988 in Mellendorf, zunächst als Pastor, nach der Erhebung zur Pfarrgemeinde am 01.11.1970 als Pfarrer. Der Kirchenchor gestaltete die hl. Messe.

 

In seiner Festpredigt ging Propst Martin Tenge sofort auf die Renovierung der Kirche ein: „Sie machen mir Mut!“ Er kritisierte, vielerorts werde zu wenig Geld in die Hand genommen, so dass die Zeit stehen bleibt. Es gäbe zu wenige Baustellen. Propst Tenge erinnerte an die Zeit der Entstehung in den 50er Jahren. Nach den Jahren des Krieges war viel Energie da, eine große, schöne Kirche zu bauen. Zudem war Kirche bei  Vertriebenen und Flüchtlingen, die in der Wedemark eine neue Heimat aufbauen wollten, positiv verankert.

 

Als Vertreter der Gemeinde erinnerte Dr. Franz Rainer Enste in seiner Festansprache an die Zeit, in der die Kirche geplant und gebaut wurde. Er rief das Jahr 1955 in Erinnerung, als die letzten Kriegsgefangenen nach 11 Jahren der Gefangenschaft und 6 Jahren Krieg ihren Heimweg antraten. Er erinnerte daran, dass diese Generation diese Kirche gebaut hat.

 

Pastor Thomas Hirschberg überbrachte den Gruß der 5 evangelischen Nachbargemeinden in der Wedemark. Er übergab eine Flasche Wein des Jahrgangs 2003 in Erinnerung an den ersten ökumenischen Kirchentag in jenem Jahr in Berlin. Zudem übergab er ein Glas Honig, als Erinnerung an den Weg, auf dem sich evangelische und katholische Christen befinden: Wenn der HERR uns gnädig ist, wird er uns in dies Land bringen und es uns geben, ein Land, darin Milch und Honig fließt (Numeri 14, 8). Beides, Wein und Honig, wurde in einer Kiste verschlossen. Sie soll erst im Jahr 2059 geöffnet werden, um zu prüfen, in welcher Weise sich die Ökumene seit dem 50jährigen entwickelt hat. Vielleicht sind der Wein und der Honig dann noch genießbar.

 

Der Bürgermeister der Gemeinde Wedemark, Tjark Bartels,  überbrachte die guten Wünsche der politischen Gemeinde. Auch er erinnerte in seiner Ansprachen an die Entstehung der Kirche in den 50er Jahren: Sie ist schlicht entstanden, erhält aber ihr Leben durch die Menschen, die sich hier versammeln.

 

Nach dem Gottesdienst und den Festansprachen feierte die Gemeinde ihr Fest im Karl-Heine-Haus und rund um die Kirche. Die verschiedenen Gruppen der Gemeinde hatten Stände nach Art eines Weihnachtsmarktes aufgebaut und verkauften Glühwein, Bratwurst, selbst gebackene Kekse und Kerzen. Im Gemeindehaus war das Küchenbuffet dicht umlagert.

 

Zum 50jährigen Patrozinium konnte die Gemeinde eine Chronik erstellen. Die Chronik zeichnet einerseits die Entwicklung des Kirchengebäudes, andererseits die der Gemeinde nach. Alle die Gruppen, die in den vergangenen 50 Jahren entstanden sind, haben ihre eigene Entwicklung dargestellt. Somit ist ein eindrucksvolles Bild einer lebendigen Gemeinde entstanden.

 

Das Fest klang aus mit dem Konzert der Kirchenband und einer Vesper. Die Kirchenband ist eine Gruppe junger Musiker, die in unterschiedlichen Besetzungen schon seit 1992 existiert.

 

Festrede von Dr. Franz Rainer Enste zum 50sten Patrozinium

Festrede (pdf) Festrede (pdf) (32,8 kB)

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